{"id":1394,"date":"2023-11-08T13:40:28","date_gmt":"2023-11-08T11:40:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.demant.biz\/?p=1394"},"modified":"2023-11-08T13:40:29","modified_gmt":"2023-11-08T11:40:29","slug":"steuer-tip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.demant.biz\/?p=1394","title":{"rendered":"Steuer-Tip"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Gegner \u2013 Feind \u2013 Finanzamt (FA) \u2013 Betriebspr\u00fcfung (BP)?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>BP ist nicht \u00fcberfl\u00fcssig. In manchen Konstellationen ist sie hilfreich, notwendig und angebracht. D. V., Steuer- und Unternehmensberater (IT, Organisation, Finanz- und Rechnungswesen) hegt jedoch erhebliche Zweifel am Sinn des Instruments der Steuerbeh\u00f6rden, wenn es \u2013 von Ausnahmen abgesehen, bei denen sich dringender Verdacht auf Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten aufdr\u00e4ngt \u2013 um Kleinst- und Kleinbetriebe geht, v. a. im Bereich von Handwerk, Gewerbe, Freiberuflern. In diesen Sektoren&nbsp; hat d. V. die BP zumindest bestimmter, im Kollegenkreis \u201ebestens\u201c&nbsp; bekannter Finanz\u00e4mter in NRW, aber auch in BW, als (prospektive) Existenten-Vernichter von Erzeugern kaufbaren Bruttosozialprodukts, Arbeitsplatzschaffern usw. erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und in der Regel erfolgreich bek\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>zehn <\/strong>folgenden Regeln sollten Sie konsequent als einfacher Steuerb\u00fcrger oder StB im Sinne ihres Mandats beachten:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Akzeptieren Sie kein einziges \u201aPr\u00fcfergebnis\u2019 ohne, intensivste Pr\u00fcfung, Widerspruch und ggf. Einschaltung erwiesener Fachleute (Fachanw\u00e4lte, Strafrechtler, Experten f\u00fcr IT (Informationstechnologie), Buchhaltung und Rechnungswesen, Statistik, Mathematik, ggf. weiteren Fachgebieten), vorausgesetzt, Sie sind dort nicht selbst Profi. IT-Profi z. B. ist NUR jemand, der selbst\u00e4ndig lauff\u00e4hige, fehlerfreie Programme in mindestens einer Programmiersprache erstellen kann \/ erstellt hat. N. B.: Makros in EXCEL sind zwar schwierig, u. U. hilfreich, z\u00e4hlen jedoch nicht dazu \u2013 bei EXCEL handelt es sich um eine Meta-Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Erwarten Sie nicht einmal ansatzweise, dass die BP die Vorschriften der <strong>\u00a7\u00a7 88 AO ff<\/strong> auch nur aus der Ferne beachtet. Zu fordern ist, dass FA \/ BP k\u00fcnftig nachweisen m\u00fcssen, alle M\u00f6glichkeiten auch zu Gunsten der Stpfl. ausgelotet haben, siehe Kap. \u201eGeldw\u00e4sche\u201c. Gehen Sie im Gegenteil grunds\u00e4tzlich zumindest von der M\u00f6glichkeit von (\u00a7\u00a7 302, 331 \u2013 358 StGB u. a.) Straftaten im Amt, vulgo Amtsmissbrauch aus und ziehen Sie notfalls im Sinne ihres Mandats usw. die gebotenen Konsequenzen. Dies jedoch <strong>nicht <\/strong>bei der Staatsanwaltschaft. Die neigt evtl. dazu, formal-b\u00fcrokratische Ausfl\u00fcchte am den Haaren herbeizuzerren nach dem Motto: Unzust\u00e4ndig, unsubstantiiert. Die Kripo hingegen unterlegt der Ermittlungspflicht.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Akzeptieren Sie kein einziges \u201aPr\u00fcfergebnis\u2019, wenn Sie Zweifel an der angewandten <strong>Logik<\/strong>, der Beachtung der Gesetze von <strong>Wahrscheinlichkeit, Physik, der Realit\u00e4t<\/strong> hegen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Akzeptieren Sie z. B. kein einziges \u201aPr\u00fcfergebnis\u2019, wenn das Stichwort <strong>elektronisches Fahrtenbuch <\/strong>eine Rolle spielt. D. V. ist bis heute kein einziger Fall bekannt, in dem die BP bei angeblichen M\u00e4ngeln (WISO-FB z. B.) nicht in gr\u00f6bster Weise gegen fast alle einschl\u00e4gigen Regeln und Gesetze der Kant\u2019schen Logik, der Realit\u00e4t und der Physik verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Praxishinweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. <strong>Parkquittung<\/strong>en stammen oft von Drittfahrzeugen, der Ehefrau z. B., die gelegentlich Dienstfahrten \u00fcbernimmt, z. B. zu Post, StB. Man hat nur vergessen, dies auf dem Beleg zu notieren oder der Buchhalter das \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. <strong>Geringf\u00fcgige Abweichungen: Probefahrten<\/strong> werden im Fahrtenbuch nicht erfasst \u2013 die f\u00fchrt pflichtgem\u00e4\u00df&nbsp; die Werkstatt durch. Der Eigner bemerkt die Differenz nicht. Sie geht in das Pensum des Folgetages ein, siehe Kilometerangaben.<\/p>\n\n\n\n<p>3. <strong>Divergierende&nbsp; Kilometerangaben<\/strong>: Werkst\u00e4tten vermerken oft den Kilometerstand auf der Kfz-Rechnung<strong>. Unterbinden Sie dies.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Km-Stand technisch \/ f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung wichtig ist, muss er auf einem separaten Papier festgehalten werden, das nicht zur Buchhaltung geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>In <strong>\u00a7 14 (3) UStG ist abschlie\u00dfend<\/strong> aufgef\u00fchrt, was zum Inhalt einer Rechnung z\u00e4hlt. Km-Angaben <strong>z\u00e4hlen nicht dazu.<\/strong> Dennoch missbrauchen BPs diese Angaben. Weitere Kilometerst\u00e4nde sind im Serviceheft vermerkt \u2013 z. B. bei Inspektionen. Bei \u00d6lwechseln h\u00e4ngt noch ein Zettel an der Batterie \u2013 ebenfalls mit dem Km-Stand. Welcher ist g\u00fcltig? Der f\u00fcr den jeweiligen Zweck &#8211; im Serviceheft, im Fahrtenbuch, auf dem Tacho oder an der Batterie?<\/p>\n\n\n\n<p>4. Abwandlung: Die BP behauptet, der Km-Stand werde \u201eper Fern\u00fcbertragung (welcher Art? Internet? LAN?) auf die Rechnung \u00fcbertragen.\u201c Besonders einfach zunichte zu machen sind Argumente, die sich selbst ad absurdum f\u00fchren. Hier mangelt es eindeutig an logischer Stringenz, damit widerlegt sich die BP, denn wenn dem so w\u00e4re, m\u00fcssten die Zahlen \u00fcbereinstimmen. Genau das aber tun sie nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Schlussfolgerung der BP: Das Fahrtenbuch ist falsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellt der&nbsp; Fahrer am Folgetag den Tacho auf den Stand lt. Rechnung?<\/p>\n\n\n\n<p>Setzt der Tacho im Auto seinen Lauf bei der Km-Zahl der Rechnung fort, oder aber genau dort, wo er am Vortag aufh\u00f6rte?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Praxishinweis: Falsch ist nur diese \u201eLogik\u201c:<\/strong> Einzig und allein falsch ist die Zahl auf der Rechnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch einen Schritt weiter: Sind Stpfl. etwa so firm in Sachen Hacken, dass sie &#8211; eigens f\u00fcr diesen banalen Zweck \u2013 Daten f\u00e4lschen? Das glaubt nicht einmal die BP selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Bekannt ist jedem aufmerksamen Beobachter, dass Werkst\u00e4tten heutzutage Kfz an Computer anschlie\u00dfen. Allerdings handelt&nbsp; es sich dabei um lokale Diagnosecomputer. Der fahrzeugeigene Datenspeicher&nbsp; wird f\u00fcr Diagnosezwecke ausgelesen. D. V. hat in zahlreichen Werkst\u00e4tten nachgefragt. An Abrechnungs-PCs im B\u00fcro wird Stand heute <strong>nirgends <\/strong>auch nur ein Byte \u00fcbertragen. Sollte sich das in Zukunft \u00e4ndern, ist die BP vollends \u201cmit dem Latein am Ende\u201c, denn dann \u2013 kann es keine Abweichungen mehr geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Allenfalls per \u201espukhafter Fernwirkung\u201c lie\u00dfen sich Daten \u00fcbertragen. Das Genie Einstein hat sie im Rahmen seiner Relativit\u00e4tstheorien postuliert. In der Tat kann man heute auf wenige Meter einzelne Atome \u2013 keinesfalls Km-Angaben von Tachometern &#8211; \u201everschr\u00e4nken\u201c und ihre Eigenschaften \u00fcbertragen. Allerdings nur bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (der liegt bei 0\u00b0 Kelvin gleich ca. -276\u00b0 C).<\/p>\n\n\n\n<p>5.Akzeptieren Sie kein einziges \u201aPr\u00fcfergebnis\u2019, wenn das Stichwort \u201e<strong>Geldverkehrsrechnung<\/strong>\u201c f\u00e4llt. Gehen Sie der Sache bis zum letzten Cent auf den Grund.<\/p>\n\n\n\n<p>V. a. stellen Sie die verf\u00fcgbaren Guthabensalden (lfd. Konten, R\u00fccklagen-Konto (versteuert) Bank, Sparguthaben, Wertpapiere usw. ) aller Konten der Mandanten zum jeweiligen Jahresbeginn zusammen, addieren Sie die Einnahmen des jew. Jahres hinzu, gleichg\u00fctig, woher sie stammen, und ziehen Verpflichtungen wie geschuldete Steuern usw. ab. Wenn die Mandanten mit den Betr\u00e4gen ihren realen Bed\u00fcrfnissen nachgekommen sind, wie auch immer, verweigern Sie der BP Mutma\u00dfungen \u00fcber \u201eDurchschnittliche Lebenshaltungskosten\u201c vergleichbarer B\u00fcrger. Der <strong>Durchschnitt hat keinerlei Beweisfunktion<\/strong>, ist einzig und allen die in Zahlen gegossene rein statistischen Messgr\u00f6\u00dfe. Definition zu Studienzeiten: \u201eWenn ich mit dem linken Fu\u00df im Eisfach, mit dem rechten im Backofen stehe, ist mir im Durchschnitt angenehm warm\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Akzeptieren Sie kein einziges \u201aPr\u00fcfergebnis\u2019, wenn das Stichwort <strong>\u201eChi\u00b2-Test\u201c<\/strong> f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Software IDEA usw. greift der Fiskus seit 2002 verst\u00e4rkt zu elektronischen, d. h. programmgesteuerten Instrumenten, um Unwahrscheinliches, Gezinktes, Unlogisches in den Zahlenreihen einer Buchhaltung zu entlarven.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nichts Neues oder Sensationelles. D. V. hat Software \u2013 EXCEL, CULPRIT u .a. &#8211; als System- und Verfahrenspr\u00fcfer bereits ab ca. 1980 bei seiner damaligen Firma WIBERA, heute PwC, eingesetzt. Einige Fachartikel z. B. in Nr. 1 \/ 1980 in Die Wirtschaftspr\u00fcfung (WPg), zeigen die ganze Tiefe auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Mag der Newcombe-Benford-Test (H\u00e4ufigkeit der <strong>ersten Z<\/strong>iffern, siehe Danielmeyer, Digitalisierung der BP S. 296, die 1 wird h\u00e4ufiger verwendet als die 2, diese weit h\u00e4ufiger als z. B. die 9, verifizieren Sie dies im Supermarkt) noch solide anwendbar sein, so streitet d. V. dies beim Chi\u00b2-Test generell als Kenntnis- und Gedankenirrtum ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Was steckt hinter dem Begriff?<\/p>\n\n\n\n<p>Seri\u00f6s angewendet dient der Chi2-Test in der Statistik seit Jahrzehnten dazu, eine Gegebenheit bestimmter Art bzw. deren Zahlenreihe auf Normalverteilung hin zu \u00fcberpr\u00fcfen, siehe McCullough\/Atta: Statistik programmiert, Beltz, S. 114 ff. Normalverteilung nannte der Physiker Gauss die von ihm entdeckte statistische Verteilung, die sich in der ber\u00fchmten Glockenkurve manifestiert. Vereinfacht ausgedr\u00fcckt: Gegebenheiten einer Kohorte (Land, Feld, Getreideart, Region, Rasse u. \u00e4.) wie Intelligenz, Halml\u00e4nge, K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, Gewicht, die erkennbar einer nat\u00fcrlichen, nicht extern (regelungsabh\u00e4ngig) gesteuerten Zuf\u00e4lligkeit folgen, weisen h\u00e4ufig diese Form auf. Aber auch technische Eigenschaften wie Belastbarkeit, Biegsamkeit u. \u00e4. k\u00f6nnen \u201enormal\u201c verteilt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Um einen H\u00e4ufigkeitswert \u2013 kann auch der Mittelwert sein &#8211;&nbsp; gruppieren sich Cluster (Felder). Bei Intelligenzquotienten der einheimischen d\u00e4nischen&nbsp; Bev\u00f6lkerung liegt der h\u00e4ufigste bzw. Mittelwert (immer cirka) um die 100 (\u201eNormalintelligenz\u201c). 70% liegend zwischen 90 und 110, weitere 14% zwischen 90 und 70 (unterdurchschnittlich) bzw. 110 und 130 (hochintelligent). Ganze 2% liegen unter 70 (schwachsinnig) bzw. \u00fcber 130 (h\u00f6chstintelligent).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Der Chi\u00b2-Test basiert auf der Differenz zwischen beobachtetem (O) und erwartetem (E)&nbsp; Wert. Wenn die Nullhypothese zutrifft, dann ist die H\u00e4ufigkeit in jedem Feld nahezu gleich&#8230; Wenn die Differenz f\u00fcr jedes Feld w\u00e4chst, wird die Wahrscheinlichkeit gr\u00f6\u00dfer, dass die Nullhypothese NICHT zutrifft&#8230; Man bildet f\u00fcr jedes Feld die Differenz die Gr\u00f6\u00dfe (O \u2013 E)\u00b2\/E. Mit dem Anwachsen von O \u2013 E steigt durch die Quadratur diese Gr\u00f6\u00dfe st\u00e4rker an, wird also gewichtet&#8230; Relativiert wird das Gewicht wiederum durch die Teilung durch E. Dadurch wird die absolute Gr\u00f6\u00dfe der der H\u00e4ufigkeiten ber\u00fccksichtigt\u201c zitiert nach McCullogh\/Atta, S. 114).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In gesamten d. V. bekannten Rechnungswesen finden sich keinerlei Hinweise auf Normalverteilungen. Also muss jeder Test darauf \u201enegativ\u201c ausfallen \u2013 der Gepr\u00fcfte ist \u201e\u00fcberf\u00fchrt\u201c. Das atmet in etwa die Logik, nach der der \u00f6fter heimgesuchte St\u00e4dter einen Bauern fragte, was er gegen Einbrecher unternehme. \u201eHalten Sie eine Hahn auf dem Balkon\u201c, lautete der Rat. Nach dem n\u00e4chsten Einbruch erschoss der St\u00e4dter den Hahn &#8211; \u201eder hat ja nicht gebellt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schlauf\u00fcchse wer und wo auch immer haben sich statt kompletter Buchhaltungss\u00e4tze der <strong>letzten beiden Ziffern vor dem Komma<\/strong> des Betragsfeldes angenommen. Theorie: Darin m\u00fcsse sich eine Normalverteilung verstecken, sonst sei das gefakt? These d. V: Zu finden w\u00e4re pr\u00e4ter propter eine \u2013 <strong>Gleich<\/strong>verteilung aller Ziffern. Wie das mit Gauss und Chi\u00b2-Test vereinbar sein soll, bleibt d. V. r\u00e4tselhaft. Welche Zahlen eines Betragsfeldes von 00 &#8211; 99 liegen im Sektor Normalit\u00e4t 90 &#8211; 110? Welche im 2% &#8211; Bereich? D. V. versteigt sich zu der These: Zu finden ist eine GLEICHVERTEILUNG. N. B. finden sich in Superm\u00e4rkten vor dem Komma weit \u00fcberwiegend die Ziffern 19, 29 \u2026 99. Hinter dem Komma \u00fcbrigens \u2026 99. In Restaurants \u00fcberwiegen die 15 bis 95 bzw. 00.<\/p>\n\n\n\n<p>Kann man derartige wirtschaftliche Gegebenheiten, Erscheinungsformen&nbsp; mit dem Chi\u00b2-Test messen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ist d. V. nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Akzeptieren Sie kein einziges \u201aPr\u00fcfergebnis\u2019, wenn ihnen \/ ihrem Mandanten \u201a<strong>Geldw\u00e4sche\u2019, \u201aSchwarzgeld\u2019, \u201aScheinrechnungen\u2019 <\/strong>o. \u00e4. vorgeworfen werden. Zwar existieren leider solche F\u00e4lle u. U. sehr bedeutende,&nbsp; v. a. in gewissen unterwanderten Gewerben, aber wenn erkennbar nicht (pflichtgem\u00e4\u00df) alle Ermittlungsans\u00e4tze ausgesch\u00f6pft wurden, dann holen Sie diese nach und schreiben dem FA Unt\u00e4tigkeit und Unf\u00e4higkeit ins Stammbuch (f\u00fcr den meist unausweichlichen Gang vor das Finanzgericht (FG)) .<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Praxis-Fall:<\/strong> Ein Handwerkerehepaar (f\u00fcnf Mitarbeiter) kam auf dringenden Rat samstagnachmittags zum V. Die Einspruchsfrist gegen neun Steuerbescheide (ESt, USt, GewSt) lief am folgenden Montag um 23.59 Uhr ab. Der Inhaber beteuerte unter Berufung auf den Allm\u00e4chtigen, alles in den Pr\u00fcfberichten sei frei erfunden. Es ging um angebliche Scheinrechungen und fingierte Zahlungen an Subunternehmer (Ein-Mann-\u201aSchein\u2019?-GmbHs). Stichwort \u201eitalienische Baumafia\u201c. Er habe nie Belege erfunden, Unterschriften gef\u00e4lscht. Alles sei v\u00f6llig korrekt gelaufen bei einem Gro\u00dfauftrag der Bayer AG, f\u00fcr den er nicht gen\u00fcgend Personal stellen konnte. Die Original-Durchschriften der Barzahlungs-Quittungen (w\u00f6chentliche Abschl\u00e4ge wie im Baugewerbe \u00fcblich) hatte er mitgebracht. Leider habe der bisherige StB. dem Pr\u00fcfergebnis widerspruchslos zugestimmt. Niemand von ihnen sei bei der Schlussbesprechung (SB) anwesend gewesen. Der&nbsp; StB habe das \u201eangesichts der klaren Beweislage\u201c f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesamtschaden ca. 50 T. Das Unternehmen sei damit pleite, alle Arbeitspl\u00e4tze vernichtet. Die Quittungen wiesen nach erster Inaugenscheinnahme eindeutig entzifferbare Unterschriften auf, \u201a Draghi\u2019, \u201aBerlusconi\u2019 o.\u00e4.<\/p>\n\n\n\n<p>Fristwahrend wurden Einspr\u00fcche und AdV-Antr\u00e4ge an das FA K\u00f6ln-Ost gefaxt. Die Reaktion kam prompt \u2013 vom Vorsteher pers\u00f6nlich. V\u00f6lliges Unverst\u00e4ndnis war noch der mildeste Vorhalt. Das sei alles \u201eeinvernehmlich in der SB geregelt worden\u201c. Was formal nicht half. D. V. beantragte Akteneinsicht. Die Akten l\u00e4gen bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mafia-, Bandenverbrechen usw. in Wuppertal. Wir ahnen \u2013 es ging um \u201aitalienische Baumafia\u2019,&nbsp; \u201aPhantompersonen\u2019. usw. Auch das half nicht weiter. D. V. chauffierte Wochen sp\u00e4ter in die Siegesstr. Der betagte Pr\u00fcfer thronte hinter einem Ordnerstapel. Was er denn suche, erkundigte er sich. Ob er denn die Gr\u00fcndungsurkunden der angeblichen Schein-GmbHs zu Rate gezogen habe, bevor er die GmbHs als solche einstufte, wollte d.V. wissen. Auf der Stirn des Pr\u00fcfers erschienen erste Schwei\u00dftropfen, und er zog es vor, in der Folge schweigend dem Treiben zuzuschauen. D. V. fand in den fein s\u00e4uberlich sortierten Akten auf Anhieb die Gr\u00fcndungakten, auf denen italienische Staatsangeh\u00f6rige mittels Personalausweisen identifiziert und beglaubigt waren. Als die o. e. Quittungen&nbsp; bzw. Belege auf die Unterschriften der Gr\u00fcnder-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer gelegt wurden, passten sie wie die Faust aufs Auge. Der Pr\u00fcfer stammelte entgeistert irgendetwas wie \u201ekonnte ich ja nicht ahnen\u201c. womit er endg\u00fcltig Sorgfalt und Qualit\u00e4t seiner Arbeit und der gesamten BP des FA als komplettes Desaster zum Schaden der Stpfl. offenbarte. Den letzte Kredit war verspielt, als er, drei Monate vor dem Ruhestand, trotz des Null-Ergebnisses dreier Jahre frisch-fr\u00f6hlich phantasierte, ob er nicht zu einer \u2013 letzten \u2013 Anschlusspr\u00fcfung blase. Aber \u2013 sei denn&nbsp; der gro\u00dfe Hund noch da?&nbsp; Der habe immer nach seinen Waden geschnappt. D. V. behauptete unger\u00fchrt, der Golden Retriever, ein ansonsten v\u00f6llig friedliches Exemplar \u2013 sei inzwischen derart auf Finanzbeamte gesch\u00e4rft (erriechbar am Aktenstaub), dass man nicht f\u00fcr was auch immer garantieren \u2026 \u201eDann lasse ich das mal lieber\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas scheint mir eine weise Entscheidung\u201c, verabschiedete sich d. V.<\/p>\n\n\n\n<p>Die saftige Rechnung f\u00fcr seine Bem\u00fchungen beglich der Vorg\u00e4nger bzw. seine Versicherung.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Fordern Sie kategorisch Vorlage und Nachweis der Gesetze, Richtlinien, internen Anweisungen usw., aus denen die BP welches Ergebnis auch immer ableiten will, <strong>damit sie wissenschaftlich und von sachkundigen Anwendern \u00fcberpr\u00fcft <\/strong>werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>V. a. bei Letzterem wird sich die BP zieren, aber das sollten Sie f\u00fcr das FG schriftlich vorliegen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Lassen Sie <strong>NIE<\/strong> zu, dass ein Betriebspr\u00fcfer in den R\u00e4umen Gepr\u00fcfter&nbsp; t\u00e4tig wird. Er \/ sie wird stets versuchen, charmant grinsend an Interna heran zu kommen und dies bedenkenlos gegen Sie \/ den Mandanten verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>An Amts Stelle pr\u00fcfen hat zur Folge, dass das FA die Belegordner in seine Gewalt bekommt. Sollte dies unvermeidlich sein, d\u00fcrfen Belegordner NIE mit der Post versandt werden. Das FA hat die \u00dcbergabe im Einzelnen (Bankausz\u00fcge, Rechnungen, Kosten usw.) zu quittieren. Gehen die Belege usw. verloren, sind Sie bzw. der Mandant der Dumme.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu transportieren machen Sie zur Aufgabe des Fiskus. Dabei bringen Sie den Boten (meist der Pr\u00fcfer) zum Plaudern. Oft ist die Brust geschwellt wegen der vermeintlich hereingeholten Mehrsteuern. In einem besonders krassen Fall br\u00fcstete sich der unerfahrene Pr\u00fcfer des FA Siegburg:&nbsp; \u201eIch (!) werde den \u2026 zur 1%-Regelung heranziehen! Wir haben damit gro\u00dfe Erfolge (!) erzielt und schon viele \u00fcber den \u2026 zu Mehrsteuern herangezogen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Damit hatte er am Ende (nicht nur) seine Karriere geschrottet, was er aber nicht ahnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorzuziehen ist m E., dass in den R\u00e4umen des StB. gepr\u00fcft wird. Auch das bringt dem Pr\u00fcfer das begehrte Kilometergeld. D. V. kennt Kollegen, die f\u00fcr diese Zwecke ein nur indirekt beleuchtetes \/ beheiztes Dachgeschosszimmer, eine wacklige Schreibtischplatte samt K\u00fcchenstuhl zur Verf\u00fcgung stellen. Verl\u00e4ngerungskabel existieren nicht. Nur ein einziger Mitarbeiter wird als Ansprechpartner autorisiert, alle anderen R\u00e4ume sind tabu. Das WC befindet sich am anderen Ende der Praxis im EG. Bislang hat jeder Pr\u00fcfer m\/w\/d so nach dem f\u00fcnften Gang (oft mit Akten unter dem Arm) den vorzeitigen R\u00fcckzug vorgezogen. Einen Parkplatz in Praxisn\u00e4he stellen Sie dem Fiskalen ohnehin nicht z. V.<\/p>\n\n\n\n<p>10. Erlauben Sie dem Pr\u00fcfer NIE Zugang zum internen Telefonnetz, Stromversorgung, Computern, Druckern, LAN, auch nicht zum WLAN. Will der Fiskale im Internet unterwegs sein, muss der sein Smartphone o. \u00e4. auf Staatskosten nutzen. Erlauben Sie nicht einmal, solche Ger\u00e4te aufzuladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erinnern wir uns an den \u201eScheinrechnungsfall\u201c (8) Der Vorsteher hatte auf \u201edie angenehme Besprechungsatmosph\u00e4re, die einvernehmliche Beurteilung durch BP und StB &#8230;\u201c hingewiesen. Der StB hat lediglich f\u00fcr professionellen, h\u00f6flichen, gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfigen Umgang mit der BP zu sorgen. Einvernehmlich hat er nur mit dem Mandanten zu sein. Das mag anders empfohlen sein, wenn der&nbsp; StB. den Verdacht hegt, dass sein Mandant \u201aLeichen im Keller\u2019 hat, womit er dann auch selbst prek\u00e4r in Haftung w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>In F\u00e4llen \u00e4hnlich unseren f\u00fchrt das&nbsp; \u201eangenehme Klima\u201c lediglich zum Konkurs der Mandanten, denn kein Pr\u00fcfer wird deshalb \u201eein Auge zudr\u00fccken\u201c. Schlie\u00dflich geht es um seinen Platz in der \u201eRennliste\u201c des FA. .<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"745\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-745x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1396\" srcset=\"https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-745x1024.jpg 745w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-218x300.jpg 218w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-145x200.jpg 145w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-768x1056.jpg 768w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-1117x1536.jpg 1117w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-1489x2048.jpg 1489w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-1-scaled.jpg 1861w\" sizes=\"(max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-1 wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"745\" height=\"1024\" data-id=\"1397\"  src=\"https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-745x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1397\" srcset=\"https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-745x1024.jpg 745w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-218x300.jpg 218w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-145x200.jpg 145w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-768x1056.jpg 768w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-1117x1536.jpg 1117w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-1489x2048.jpg 1489w, https:\/\/www.demant.biz\/wp-content\/Steuertip-2-scaled.jpg 1861w\" sizes=\"(max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegner \u2013 Feind \u2013 Finanzamt (FA) \u2013 Betriebspr\u00fcfung (BP)? BP ist nicht \u00fcberfl\u00fcssig. In manchen Konstellationen ist sie hilfreich, notwendig und angebracht. D. 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